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Podiumsdiskussion zu Leiharbeit und Mindestlohn

Am 20. August 2011 fand im Rahmen der Arbeitsmarktkonferenzen der Jusos Oberpfalz die Podiumsdiskussion der Jusos im Unterbezirk Amberg-Sulzbach -Neumarkt statt. Thema der gut besuchten Veranstaltung war „Leiharbeit und Mindestlohn im Amberger Raum“. Die Diskutanten im Podium waren: Ismail Ertug, MdEP, für die SPD, Christian Lang als Sprecher für die Betriebsräte und die IG-BAU, Heinrich Kielhorn, der Argumente für die Leiharbeitsfirmen vortrug sowie Julius Schmidl als Juso-Vertreter. Martin Schaller moderierte die Veranstaltung. Zunächst war Leiharbeit im Allgemeinen Diskussionsthema. Konsens war hierbei, dass die Idee der Arbeitnehmerüberlassung, Auftragsspitzen mittels zusätzlicher Arbeitskräfte aufzufangen, nichts Verwerfliches sei. Jedoch sei die jetzige Form der Ausprägung der Leiharbeit schlichtweg inakzeptabel. Leiharbeiter verdienen ungerechtfertigter Weise oftmals nur einen Bruchteil dessen, was die Stammbelegschaft im jeweiligen Betrieb an Vergütung erhält. Das brächte mehrere Nachteile und Unannehmlichkeiten für die Arbeitnehmer mit sich. So steht die Stammbelegschaft beispielsweise in unmittelbarer Konkurrenz zu den Leiharbeitern. Nach wie vor besteht die Gefahr des so genannten Drehtüeffeks: Die Stammbelegschaft wird zunächst entlassen, um später wieder, zu deutlich schlechteren Konditionen, im Rahmen der Leiharbeit, eingestellt zu werden. Die Leiharbeitsfirmen und Betriebe, welche sich der Arbeitnehmerüberlassung bedienen, profitieren vor allem aus einer Zwangslage der Zeitarbeiter, die aus der drohenden Arbeitslosigkeit resultiert. Nach Meinung der Diskutanten wäre ein flächendeckender Mindestlohn ein guter, geeigneter Weg um durch die Arbeitnehmerüberlassung entstandene Probleme zu lösen: Leiharbeiter würden für Arbeitgeber an Attraktivität verlieren, da Dumping-Löhne legal nicht mehr möglich wären. In der Konsequenz wäre die Stammbelegschaft auch nicht mehr durch den Drehtüreffekt bedroht. Ergänzend hierzu wäre eine durch das Gesetz diktierte Bezahlungsart nach dem „Equal-Pay“ - Prinzip, also gleicher Lohn für gleiche Arbeit, ideal. Diese Methode schien allen Beteiligten die gerechteste Art der Entlohnung zu sein. In der zweiten Hälfte ging man speziell auf die Situation der Leiharbeit im Amberger Raum ein. Dass von 1300 Neuanstellungen in Amberg und Umgebung 700 befristete Leiharbeitsverträge sind, fanden alle Besucher der Veranstaltung alarmierend. Schließlich fand noch eine rege Diskussion mit dem Publikum statt, in der nochmals explizit auf bestimmte Arbeitsverhältnisse, zum Beispiel im sozialen Bereich, eingegangen wurde.

 

Logo Fb Tuesday, March 25, 2014

Unser Unterbezirk Amberg

Unterbezirk Amberg

MdL Reinhold Strobl

Strobl Reinhold Portrait 13x18 200

Landtagskandidaten

Uwe Bergmann für Amberg-Sulzbach

Porträtfoto von Uwe Bergmann

 

 Andre Madeisky für Neumarkt

MdEP Ismail Ertug

MdB Marianne Schieder


 


MdB Uli Grötsch

Uli Grötsch, SPD, MdB. Bundestagsabgeordneter, Abgeordneter

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