Es lebe Hoch die Internationale Solidarität - die Internationale lebt!

Veröffentlicht am 01.07.2016 in Europa

Eine große Delegation stellten, die Jusos aus dem Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt um ihren Vorsitzenden Lukas Stollner unterstützt von Lisa Hartinger aus dem Kreisvorstand Amberg-Sulzbach und Anna Keßler Stellv. Unterbezirksvorsitzende für den Landkreis Neumarkt, zur diesjährigen Alpeninternationale nach Österreich ins Europacamp am Attersee.

 

Die Alpeninternationale ist eine internationale Plattform der sozialdemokratischen und sozialistischen Jugendorganisationen der Alpen-Anrainerstaaten Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Ungarn und Deutschland, die Jährlich in einem der Mitgliedsstaaten stattfindet, um den Austausch zwischen den Nachwuchspolitikern im Herzen Europas zu fördern und die Idee der Völkerfreundschaft mit Leben zu erfüllen und zu festigen. Als besondere Gäste nahmen dieses Jahr auch eine gemeinsame Delegation des Willy-Brandt-Centers aus Jerusalem mit Delegierten aus Israel und Palästina an dem Treffen teil.

 

Dieses Jahr stand die Alpeninternationale unter dem Motto „Den Rechten die Zähne zeigen! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“, dazu wurde auch im Zeichen des erstarkenden Rechtspopulismus in Europa, der Fokus in den über 30 Workshops auf das Thema Antifaschismus gelegt.

 

In den Workshop,  „Braune Schwestern“, wurde über die Rolle der Frauen im Nationalsozialismus und der heutigen rechten Szene berichtet und nach Ursachen geforscht. Als weiteres gerade für Österreich interessant, war das Thema Burschenschaften, da sie dort zur Zeit der FPÖ-Regierung in höhere Staatsämter befördert wurden, sowie die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus, und eine Darstellung, warum die meisten Opfer bis heute keine Anerkennung von den Nachkriegsregierungen erhielten. Weiter Workshops waren: „FPÖ, AFD und Co. – Neues von Rechts“, „PEGIDA und Identitäre und ihr Antimuslimischer Rassismus“, „Faschismustheorien“ und „Antifaschismus gehört auf die Straße“.

Die Themen wurden beleuchtet und nach Entstehung, Entwicklung und Lösungsmöglichkeiten Länderübergreifend und spezielle in den jeweiligen Ländern gesucht, diskutiert und gegen Strategien entwickelt. Des Weiteren tauschten sich die Jugendlichen zu dem Thema der Asylpolitik und der aktuellen Abschottungspolitik der Europäischen Staaten aus, welche die Nachwuchspolitiker geschlossen scharf kritisieren, denn eine Abschottungspolitik erscheint zwar  aktuell als der einfachere Weg, jedoch nicht der richtige Weg für eine bessere Zukunft.  

 

Neben den Workshops wurde den über 300 TeilnehmerInnen ein umfangreiches Abendprogramm angeboten. Kabarettistische Auftritte, einen Arbeiterliederabend, ein Zeitzeugengespräch mit überlebenden des ehemaligen KZ Mauthausen, sowie ein Vortrag mit Karl Pfeiffer, einem viel gereisten Journalisten, der von seinen zahlreichen Erfahrungen in allerlei Winkel der Welt berichtete, rundeten das Angebot ab.

 

Der Höhepunkt der Alpeninternationale war die Teilnahme der Delegationen an der Befreiungsfeier des ehemaligen Konzentrationslagers in Mauthausen, dem einzigen KZ in Österreich. Mit über 6000 BesucherInnen gedachten die Jusos der Befreiung des Lagers durch die US-Streitkräfte vor 71 Jahren.

 

Die Befreiungsfeier wurde eröffnet  mit dem Verlesen des Mauthausen Schwurs in zahlreichen Sprachen. Nach der Kranzniederlegung von Vertreterinnen aus über 100 Staaten, für Deutschland war Botschafter Johannes K. Haindl und Bundestagsvizepräsidentin Petra Paul anwesend, legten auch die Jusos einen Kranz am „Denkmal für die Jugend“ mit der Aufschrift: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Hoch die Internationale Solidarität!“, nieder. Das Denkmal für die Jugend ist ein separates Ehrenmal für Jugendliche, die in überwiegend linken Jugendverbänden, sich aktiv gegen das NS Regime stellten und im KZ Mauthausen inhaftiert waren.

 

Für die Jusos aus dem Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt waren der Ablauf und auch die Stimmung bei der Befreiungsfeier ein ganz neuer Eindruck in eine andere Gedenkstättenkultur. Am sinnbildlichsten wurde das, als die Jugendverbände gemeinsam mit den Überlebenden des KZ Mauthausen, mit Fahnen und unter lautem Gesang des Moorsoldatenliedes aus dem ehemaligen Konzentrationslager hinausmarschierten. Hier konnte man den Unterschied zwischen dem Gedenken an die Opfer der Shoah in Deutschland und der lauten und bunten Befreiungsfeier zum Sieg über den Faschismus in den befreiten Ländern deutlich erleben.

Der Juso Unterbezirksvorsitzende von Amberg-Sulzbach-Neumarkt Lukas Stollner merkte dazu an: „Gerade dieser Moment, war doch auch der bewegenste Moment der diesjährigen Alpeninternationale, denn man konnte spüren, dass die Freude über den Sieg über den Faschismus hier noch sehr deutlich und auch erlebbar ist. Die Worte „Es lebe die internationale Solidarität! Es lebe die Freiheit!“ waren hier nicht nur Hüllen, sondern sehr deutlich spürbar und Ausdruck wirklicher Dankbarkeit.“

 

Die Jusos aus dem Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt freuen sich jetzt bereits auf die nächste Alpeninternationale, die wahrscheinlich 2017 in der Schweiz stattfinden wird. Das nächste Treffen auf internationaler Ebene stellt jedoch das alljährliche Sommercamp der „International Union of Socialist Youth“ (IYUS) mit TeilnehmerInnen aus über 150 Staaten vom 19. bis 24. Juli 2016 in Italien da, an dem sich der Juso Unterbezirk auch wieder beteiligen wird. (Anmeldung ist unter www.juso-ub-amberg.de bzw. www.jusos.de möglich.)

 

Ein weiterer wichtiger Termin der Jusos im Unterbezirk Amberg ist die Bezirkskonferenz mit Vorstandswahlen der Jusos Oberpfalz, die am 10. Juli 2016 ab 9 Uhr im ACC in Amberg stattfinden wird. Alle Interessierte sind auch hierzu herzlichst eingeladen.

Der Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung

Bewegende Momente mit Überlebenden

Jusos aus dem Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt diskutierten mit vielen Gleichgesinnten den Einsatz gegen Rechts.

Die Jusos aus dem Unterbezirk Amberg um den Unterbezirksvorsitzenden Lukas Stollner (Zweiter von links) und Anna Keßler (Vierte von links) nach dem Zug der Überlebenden im ehemaligen KZ Mauthausen Foto: Keßler

Amberg.Eine große Delegation stellten die Jungsozialisten aus dem Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt um ihren Vorsitzenden Lukas Stollner, unterstützt von Lisa Hartinger aus dem Kreisvorstand Amberg-Sulzbach und Anna Keßler, der stellvertretenden Unterbezirksvorsitzende für den Landkreis Neumarkt, bei der Alpeninternationale in Österreich im Europacamp am Attersee.

Die Alpeninternationale ist eine jährliche internationale Plattform der sozialdemokratischen und sozialistischen Jugendorganisationen der Alpen-Anrainerstaaten Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Ungarn und Deutschland. Sie will den Austausch zwischen den Nachwuchspolitikern im Herzen Europas zu fördern und die Idee der Völkerfreundschaft mit Leben erfüllen und festigen. Als besonderer Besuch nahm auch eine gemeinsame Delegation des Willy-Brandt-Centers aus Jerusalem mit Delegierten aus Israel und Palästina teil.

 

„Den Rechten die Zähne zeigen!“

 

Dieses Jahr stand die Alpeninternationale unter dem Motto „Den Rechten die Zähne zeigen! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“. Dazu wurde auch im Zeichen des erstarkenden Rechtspopulismus in Europa der Fokus in den mehr als 30 Workshops auf das Thema Antifaschismus gelegt, berichtete Lukas Stollner.

Im Workshop „Braune Schwestern“ wurde beispielsweise über die Rolle der Frauen im Nationalsozialismus und in der heutigen rechten Szene berichtet und nach Ursachen geforscht. Gerade auch für Österreich interessant sei das Thema Burschenschaften gewesen, da sie dort zur Zeit der FPÖ-Regierung in höhere Staatsämter befördert wurden. Ein Thema waren auch die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus und eine Darstellung, warum die meisten Opfer bis heute keine Anerkennung erhielten. Weitere Workshops waren „FPÖ, AFD und Co. – Neues von Rechts“, „PEGIDA und Identitäre und ihr antimuslimischer Rassismus“, „Faschismustheorien“ und „Antifaschismus gehört auf die Straße“. Entstehung, Entwicklung und Lösungsmöglichkeiten wurden zu den Themen diskutiert.

 

Abschottungspolitik scharf kritisiert

 

 

 

Weiter tauschten sich die Jugendlichen zum Thema Asylpolitik und zur aktuellen Abschottungspolitik der europäischen Staaten aus. Diese kritisierten die Nachwuchspolitiker scharf, denn eine Abschottungspolitik erscheine zwar aktuell als der einfachere Weg, jedoch nicht als der richtige Weg für eine bessere Zukunft.

Neben den Workshops wurde den mehr als 300 Teilnehmern ein umfangreiches Abendprogramm angeboten. Kabarettistische Auftritte, ein Arbeiterliederabend, ein Zeitzeugengespräch mit Überlebenden des ehemaligen KZ Mauthausen sowie ein Vortrag mit dem Journalisten Karl Pfeiffer, der von seinen zahlreichen Erfahrungen in allerlei Winkeln der Welt berichtete, rundeten das Angebot ab.

 

Befreiungsfeier in Mauthausen

 

Als Höhepunkt der Alpeninternationale nannte Stollner die Teilnahme der Delegationen an der Befreiungsfeier des ehemaligen Konzentrationslagers in Mauthausen, dem einzigen KZ in Österreich. Mit mehr als 6000 Besucherinnen und Besuchern gedachten die Jusos der Befreiung des Lagers durch die US-Streitkräfte vor 71 Jahren. Die Befreiungsfeier wurde eröffnet mit dem Verlesen des Mauthausen-Schwurs in zahlreichen Sprachen.

 

Termine

  • Sommercamp

    Das nächste Treffen auf internationaler Ebene ist das alljährliche Sommercamp der „International Union of Socialist Youth“ (IYUS) mit Teilnehmern aus mehr als 150 Staaten vom 19. bis 24. Juli 2016 in Italien. Der Juso-Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt wird sich daran beteiligen. Anmeldung ist unter www.juso-ub-amberg.de bzw. www.jusos.de möglich.

  • Bezirkskonferenz

    Ein weiterer wichtiger Termin für die Jusos im Unterbezirk ist die Bezirkskonferenz mit Vorstandswahlen der Jusos Oberpfalz, die am 10. Juli ab 9.00 Uhr im ACC in Amberg stattfinden wird.

 

 

Nach Kranzniederlegung von Vertreter/innen aus mehr als 100 Staaten – für Deutschland waren Botschafter Johannes K. Haindl und Bundestagsvizepräsidentin Petra Paul anwesend – legten auch die Jusos einen Kranz am „Denkmal für die Jugend“ mit der Aufschrift „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Hoch die Internationale Solidarität!“ nieder. Das Denkmal für die Jugend ist ein separates Ehrenmal für Jugendliche, die sich in überwiegend linken Jugendverbänden aktiv gegen das NS-Regime stellten und im KZ Mauthausen inhaftiert waren.

 

Ausdruck echter Dankbarkeit

 

Für die Jusos aus dem Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt waren der Ablauf und auch die Stimmung bei der Befreiungsfeier ein ganz neuer Eindruck von einer anderen Gedenkstättenkultur, so Stollner gegenüber unserer Zeitung. Am deutlichsten sei das geworden, als die Jugendverbände gemeinsam mit den Überlebenden des KZ Mauthausen, mit Fahnen und unter lautem Gesang des „Moorsoldatenliedes“, aus dem ehemaligen Konzentrationslager hinausmarschierten.

Hier konnte man den Unterschied zwischen dem Gedenken an die Opfer der Shoah in Deutschland und der lauten, bunten Feier zum Sieg über den Faschismus in den befreiten Ländern deutlich erleben, so der Juso-Unterbezirksvorsitzende. „Gerade dieser Moment war auch der bewegendste der Alpeninternationale, denn man konnte spüren, dass die Freude über den Sieg über den Faschismus hier noch sehr deutlich und auch erlebbar ist.“ Die Worte „Es lebe die internationale Solidarität! Es lebe die Freiheit!“ seien Ausdruck wirklicher Dankbarkeit gewesen, zeigte sich Stollner bewegt.

Die Jusos aus dem Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt freuen sich jetzt bereits auf die nächste Alpeninternationale, die wahrscheinlich 2017 in der Schweiz stattfinden wird.

 
 

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Uli Grötsch, SPD, MdB. Bundestagsabgeordneter, Abgeordneter

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