Europe: turn left!

Veröffentlicht am 20.04.2017 in Europa

Lukas Stollner und die TeilnehmerInnen aus ganz Bayern.

Die europäische Union und mit ihr die europäische Idee sind mehr in Frage gestellt als in den letzten Jahren jemals. Anti-europäische Entwicklungen wie der Brexit oder der grassierende Rechtspopulismus führen zu einer starken Nationalisierung. Die junge Generation ist mit einem starken europäischen Bewusstsein aufgewachsen und beweist gleichzeitig eine hohe Solidarität für Geflüchtete und andere Menschen in Not. Die Festung Europa steht für viele junge Menschen im krassen Gegensatz zu dem, was sie als europäische Werte verstehen. Gleichzeitig fehlt jedoch ebenfalls vielen jungen Menschen, die in Europa unter Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit oder prekären Beschäftigungsverhältnissen leben, eine Vorstellung davon, was die Europäische Union für ihre Interessen tun könnte.

Genau das wollten die Juso auf ihren Kongress ändern. Im Schatten der Schlote, wo das Proletariat einst geknechtet wurde, trafen sich am vergangen Wochenende über 1000 junge linke Menschen auf den Kongress „Europe: turn left!“, der Young European Socialist im Landschaftsparknord in Duisburg um ein Zeichen der Stärke und Geschlossenheit zu setzten. Ein Zeichen, dass die Jugend dieses Kontinents immer noch die Sehnsucht und die Hoffnung auf ein transparentes, demokratisches und solidarisches Europa nicht aufgegeben hat, sondern dafür streiten wird, ob in Diskussionsrunden oder auf der Straße. Darunter für Ostbayern auch der Juso Unterbezirksvorsitzende von Amberg-Sulzbach-Neumarkt Lukas Stollner, als einziger Vertreter der Oberpfalz.

Der Landschaftspark in Duisburg ist ein stillgelegtes Stahlwerk, dass in der Zeit der Hochindustrialisierung des Ruhrgebiets ein Hochofenwerk war, in dem bis 1985 Roheisen produziert wurde. Die Young European Socialist sind der Zusammenschluss von 63 sozialistischen und sozialdemokratischen Jugendorganisationen aus 47 Staaten in Europa. Gleichzeitig ist sie die Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) und gehört der Sozialistischen Jugend-Internationalen IUSY an.

Auf dem Kongress traten neben Sergei Stanischew, dem Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE), auch der Kanzlerkandidat der SPD Martin Schulz und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft auf. Martin Schulz ging in seiner immer wieder durch minutenlangen Applaus der Delegationen aus ganz Europa unterbrochenen Rede auf die immer noch bestehende Defizite der Europäischen Union ein, die es leider, gerade wegen dem Widerstand der konservativen Kräfte ob im Europaparlament oder auf nationaler Ebene immer noch gibt und beseitigt werden müssen. Er Appellierte an die TeilnehmerInnen, sich ihre Ideale von Europa nicht kaputt reden zu lassen und sich nicht nach ihrer Herkunft zerteilen zu lassen, sondern gemeinsam für ein starkes Europa einzustehen und die Menschen, die eine pluralistische, freie, gerechte und solidarische Gesellschaft wollen zum Wählen zu bewegen, denn die Wahl in Deutschland, ist eine der Schicksalswahlen für die Zukunft der EU und dieses Kontinents. Hannelore Kraft, die ihre Rede auch zum größten Teil in Englisch und Französisch hielt, erinnerte an die vielen Menschen die in ganz Europa auf die Straßen gingen, weil sie die Bedeutung der Europäischen Union für ihre Zukunft erkannt haben.


„Die Gemeinsame Idee eines solidarischen und gerechten Europas war bei allen Delegationen auch aktuelle Konflikte überwindend mehr als spürbar, denn unsere Generation ist die erste Europäische. Umso mehr müssen wir jeden Tag für ein solidarisches, gerechtes und friedliches Europa kämpfen, denn es geht um unsere Zukunft!“, Lukas Stollner


Neben den politischen Programmpunkten wurde den TeilnehmerInnen ein umfangreiches Freizeitprogramm über eine Hafenrundfahrt in Duisburg, Klettern in der ehemaligen Erzbunkeranlage, Hüttenführungen im Hochofenwerk, Besichtigung des Zeche Zollvereins in Essen und die Besichtigung des Gasometers in Oberhausen angeboten. „Die Gemeinsame Idee eines solidarischen und gerechten Europas war bei allen Delegationen auch aktuelle Konflikte überwindend mehr als spürbar, denn unsere Generation ist die erste Europäische. Umso mehr müssen wir jeden Tag für ein solidarisches, gerechtes und friedliches Europa kämpfen, denn es geht um unsere Zukunft!“, fasste der Juso Unterbezirksvorsitzende von Amberg-Sulzbach-Neumarkt Lukas Stollner seine Eindrücke vom Kongress zusammen.

Der Kongress erarbeitete und verabschiedete ein Manifest, welches ein anderes Europa fordert. Ein Europa in dem der Mensch im Mittelpunkt und nicht das Kapital steht. Ein Europa, das wirklich auf der Grundlage unserer Werte basiert, ein Europa der internationalen Solidarität, Gleichheit, Freiheit und Demokratie für alle Menschen, die hier leben wollen. „Wir sind viele, aber noch nicht genug. Wir sind stark, aber noch nicht stark genug. Aber wir sind nicht allein und wir werden uns nicht teilen lassen. Unsere Bewegung ist international – innerhalb Europas und darüber hinaus. Ein anderes Europa ist möglich, eine andere Welt ist notwendig“, mit diesem Fazit und Entschlossenheit schloss die Konferenz und die TeilnehmerInnen nehmen diese Botschaft mit in ihre Heimatländer, als ein Zeichen des Aufbruchs, als Impuls der Hoffnung, damit das Leuchtfeuer Europas wieder die Menschen ergreifen möge.

 
 

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